|
KRONE March 1, 2008 Florian Krenstetter Musikverein: Mit heftigen Akzenten, scharfen Kontrasten, spannender Dynamik ging Kurt Masur mit seinem Orchestre National de France auch am zweiten und dritten Abend an sein Beethoven-Bruckner-Programm. David Fray, 27, was Solist in Beethovens 2. Klavierkonzert (B-Dur, op. 19), Till Fellner der des 3. Konzerts (c-Moll, op. 37). Und beide wurden vom Publikim mit Begeisterung und Jubel gefeiert. Technische Perfektion, Virtuosität und geistvolle Spritzigkeit waren da eine Selbstverständlichkeit. Beide ianisten gehen an Beethovens Werke mit ihren symphonischen Ausmaßen äußerst kontrolliert heran. Kraft spürt man de ebenso wie lockere Eleganz, feines Empfinden ebenso wie Humor. Die pianistischen Pointen funkeln. Kurt Masur führte bruckners "Siebente" und "Vierte", die "Romantishe", auf. Er entwickelt die Riesenformen aus dem entspannten Fließen des Klanges heraus. Effektvoll baut er Steigerungen auf, die in gewaltige Eruptionen münden. Masur hält sein Orchester aber auch zu geschmeidigen, delikaten lyrischen Passagen an. Er spannt große Bögen kraftvoll aus und lässt dabei den Streicherton delikat schmelzen. Sehr schön die Klangbalance zwischen den Orchestergruppen, ausgezeichnet die Blechbläser, die auch in weichen Schattierungen imponieren. |


